The Biggest Loser

5 Minuten Lesezeit

Der erste Artikel meiner ersten Beitragsserie. Daher geht es heute mal um ein etwas größeres Format in der Fitnessindustrie. Jeder kennt es, oder hat wenigstens den Namen schon einmal gehört. ‚The Biggest Loser‘. Ich habe mir einige Folgen der letzten Staffel angesehen und fand das ganze Programm positiv, als auch negativ.
Das mit Abstand beste an dieser Sendung ist der Motivationsfaktor. Sobald die ersten Folgen von The Biggest Loser anfangen, melden sich einige Übergewichtige in dem Studio an, in dem ich arbeite. Das find ich saugeil. Denn es gibt Menschen mit Übergewicht, die der Meinung sind, dass sie dagegen nichts tun können. Wenn die jetzt sehen, dass es möglich ist, von 200kg auf 100kg herunterzugehen, dann ist das eine riesige Motivation.

„Wenn der das schaffen kann, dann schaff ich das auch“.

Aber der Faktor der Motivation geht nicht nur auf übergewichtige Menschen. So ziemlich jeder, der länger nichts getan hat, wird durch diese Sendung motiviert. „Ist schon erstaunlich, was man alles schaffen kann, wenn man nur will“ hör ich ganz oft von solchen Leuten. Hier entsteht aber meiner Meinung nach leider ein Problem. Jeder kennt diesen Teil in der Sendung: Der Moment der Waage. Der übergewichtige Renter Manfred Herbert Hans Jürgen von Kohlstein steigt auf die Waage. Das Bild wird schwarzweiß. Melodramatische Musik fängt an zu spielen. Denn Manfred Herbert Hans Jürgen hat nur 3kg in einer Woche abgenommen.

Oh nein, wie dramatisch. Drei Kilo in einer Woche. Das ist doch einfach nur… gesund? Die Sendung vermittelt vielen Menschen leider, dass es extrem gut ist, in möglichst geringer Zeit möglichst viel abzunehmen. Ich hatte letztens einen Kunden bei mir, der enttäuscht darüber war, dass er 5 Kilo in einem Monat abgenommen hat. In meinen Augen ein perfekter Wert! Nur hat er eben 10kg in einer Woche erwartet, mit überschwinglicher Musik und 20 Menschen, die neben ihm stehen und klatschen. Die Sendung treibt wohl oder übel den „Ich muss so schnell wie möglich so viele Kilos wie möglich abnehmen“-Trend voran. Was in meinen Augen der falsche Weg ist.

Jetzt könnte das Gegenargument lauten „Wie soll man sonst messen/vergleichen?“. Meine Antwort darauf ist: Wiederholungszahlen! Zu Beginn der Staffel wird nicht das Gewicht gemessen. Es werden Übungen gemacht. Nur als Beispielübung nehme ich die Kniebeugen oder das Walken. Hier schaut man, wie viele Wiederholungen oder Minuten jeder schaffen kann. Ziel ist es das Ganze zu steigern. Wenn jemand also am Anfang nur 10 Kniebeugen kann, aber nach einer Woche 20, dann hat er eine Steigerung von 100%. Je mehr Steigung, desto besser. Das macht man mit verschiedenen Übungen, rechnet die Steigerungen zusammen und berechnet den Durchschnitt. Die Durchschnitte werden verglichen. Frauen bekommen vielleicht einen kleinen Bonus oder aber werden nur untereinander verglichen.

Das bedeutet natürlich mehr Aufwand, wäre aber ein deutlich besserer Messwert. Natürlich ist das nicht so schockierend wie eine große Zahl auf einer Waage zu sehen. Das wird auch der Grund sein, weshalb The Biggest Loser auf diese Methode zurückgreift. Echt schade eigentlich! Würde die Sendung informativer machen!

Nutzer haben sich zuletzt Folgendes angeschaut

nachricht
Ernährung

Abnehm Checkliste

1. Steig auf gesündere Öle um Einige Öle sind gesünder als andere – aufgrund von

Durch die Nutzung der Website stimmst du der DSE und dem Haftungsausschluss zu. Mehr Infos.