Sport trotz harter Arbeit

Work it harder, make it better

Arbeit und ihre Grenzen

Anfang dieses Jahres wurde es sehr interessant für mich als Trainer. Ich bekam zwei Neukunden zugewiesen. Beide aus demselben Betrieb. Beide mit demselben Arbeitsumfang und denselben familiären Verpflichtungen. Beide mit einer völlig unterschiedlichen Meinung darüber, wie viel Zeit ihnen neben der Arbeit für den Sport bleibt. Ich fragte beide: „Wie oft würdest du pro Woche kommen und wie viel Zeit hättest du für ein Training?“

„Ich müsste wegen meinen Arbeitszeiten schauen, aber 3x die Woche zwischen meinen Schichten sollte ich das schaffen. 90 Minuten würde für einen Trainingsplan ausreichen, oder?“
Person A

„Ja weißt du.. ich hab auf der Arbeit ganz viel Wechselschicht und deswegen muss ich schauen. Danach bin ich zu müde und davor kann sehr stressig werden. So 1-2x die Woche denke ich schon, dass ich das schaffe.. aber auch nicht lange, so eine Stunde vielleicht.“
Person B

Du merkst bereits hier: Grenzen werden dir nicht gesetzt. Grenzen setzt du dir selbst.

Work on Workout Work

Sport mit der Arbeit zu verbinden scheint vielen Leuten ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Es ist die mit Abstand am meisten genutzte Ausrede auf die Frage, warum jemand keinen Sport ausübt. Durch die lange Schicht fehlt die Zeit für den Sport. Die Nachtschicht steht einem den ganzen Tag im Weg. Oder du bist so erschöpft, dass du nicht mehr in der Lage bist dich zu bewegen.

Seltsamerweise sind gerade Manager aus großen Firmen mit einer Höchstzahl an Stundenwochen in der Lage, regelmäßig und konsequent ihren Sport auszuüben um fit zu bleiben. Eher als viele andere mit einer deutlich geringeren Anzahl an Arbeitsstunden. Denn gerade im Bereich des Managements weiß man, wie wichtig Sport als Ausgleich ist.

Natürlich will ich damit nicht sagen, dass eine 40-Stunden-Woche dich zeitlich nicht begrenzt. Sie beschränkt dich allerdings auch nicht in allem was du tust. In der heutigen Gesellschaft ist es nicht möglich Fragen damit zu beantworten, dass du keine Zeit hast. Zeit hast du nie. Zeit musst du dir nehmen. Gerade darum ist sie wertvoll.

Sport nach Arbeitstyp

Such dir den Arbeitstyp aus, welcher am besten deine Arbeit reflektiert. Vielleicht kommen dir auch einige der typischen Probleme aus dem Alltag bekannt vor. In jeder Kategorie finden sich hilfreiche Links. Jeder davon beinhaltet ein Thema, welches deine Probleme bekämpft oder vorbeugt und für dich und deine Fitness besonders von Nutzen ist. Wir sehen uns auf den anderen Seiten wieder!

Arbeitstyp: Sitzend

Dieser Arbeitstyp verbringt seine größte Zeit sitzend. Als Beispiel hätten wir hier den klassischen Bürojob. Typische Probleme: Verspannung im Nacken, Schmerzen im unteren Rücken, extrem wenig Bewegungsmöglichkeiten, Verkürzung in der Hüfte, nach vorne geneigte Schultern

Arbeitstyp: Tragend

Dieser Typ verrichtet bei der Arbeit meist schwere Lasten. Als Beispiel hätten wir hier den Lagerarbeiter. Typische Probleme: Schmerzen im Rücken, Schwächegefühl nach der Arbeit, Wirbelsäulenfehlhaltung, ungewollte „Intervallbelastung“

Arbeitstyp: Stehend

Dieser Arbeitstyp verbringt die meiste Zeit in einer stehenden Position. Als Beispiel nehmen wir den Fließbandarbeiter. Typische Probleme: Schmerzen im unteren Rücken, Allgemeine Wirbelsäulenschmerzen, starke Verspannungen, schwache Rumpfmuskulatur, eingeschränkte Wirbelsäulenbeweglichkeit, Krampfhaltung

Arbeitstyp: Sportlich

Berufstyp, welcher sportliche Aktivität im täglichen Plan vorweist. Beispielhaft wäre hier ein Trainer von Fitnesskursen. Typische Probleme: Schmerzen am Sprunggelenk, kursspezifische Defizitbildungen, Stressverhalten, fehlender Ausgleich, einseitiges Kursprogramm, starke Fehlbelastungen

Arbeitstyp: Bewegend

Dieser Arbeitstyp verbringt seine Zeit meist in Bewegung. Als Beispiel hätten wir den Altenpfleger. Typische Probleme: verminderter Stressabbau, Knieschmerzen, hoher Ruhepuls, Erschöpftheit, Stressanfälligkeit, schlechte Atmung

Arbeitstyp: Gemischt

Dieser Typ ist eine Mischung aus ein oder mehreren Typen. Hier ist sich nach den einzelnen Typen zu richten. Beispielhaft wäre ein Lagerarbeiter, welcher 2x wöchentlich einen Fitnesskurs leitet.

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