Realtalk: Detox-Produkte vergiften deinen Körper

3 Minuten Lesezeit

Wir haben tausende medizinische Artikel in sekundenschnelle auf unserem Smartphone geladen. Dennoch gibt es gewisse Ernährungsmythen, die einfach nicht aussterben wollen.

Sogenannte „Detox Diäten“ sind voll im Trend. Sie bestehen meist aus Verschwörungstheorien gegen die Industriemafia, pflanzenbasierten Säften sowie überteuerten Supplements und sollen deinen Körper reinigen… vor.. ja was eigentlich?

Gifte beschreibt jeder Mensch und jede Firma anders. Für die einen ist es der böse Industriezucker, für die anderen sind es Schwermetalle und Pestizide. So wirklich festgelegt ist der Begriff also schonmal nicht. Doch es kommt noch besser: Kein einziger Hersteller dieser Detox-Produkte kann dir einen Giftstoff nennen, geschweige denn beweisen, dass ihr Produkt dagegen funktioniert.

Denn mal angenommen die Mafia schafft es wirklich, Gift in deinen Körper einzuschleusen. Dann gibt es zwei Optionen. Entweder das Gift wirkt akut und muss per medizinischem Eingriff behandelt werden.. oder es wirkt sich chronisch auf deinen Körper aus.

„Aber Justin.. genau darum geht es doch! Diese durchgehende Vergiftung durch den Zucker!“

Nehmen wir mal an, das Gift wirkt chronisch. Viele Organe wie die Leber, die Lungen und die Nieren arbeiten durchgehend daran, unseren Körper von möglichen Giftstoffen zu befreien. Jetzt kommt der Schock des Jahres, halt dich fest: Sie leisten ihre Arbeit schlechter, wenn sie unternährt sind!

Heißt im Klartext: Deine täglichen 750kcal durch Detox-Smoothies sorgen für eine Unterversorgung und dementsprechend für eine schlechtere „Entschlackung“ deines Körpers. Ironisch, wa?
Es gibt z. B. bereits Berichte über Nierenversagen bei der Ausübung von Detox-Diäten.

„Aber Justin, ich fühl mich so viel besser seit ich mich mit Pfeffer und Zitronen detoxe!“

Ja, gut möglich. Das hat meist drei Gründe.
1. Du fühlst dich besser aufgrund der erhöhten Pflanzenzufuhr.
2. Du hast paar Kilo abgenommen und feierst das, obwohl nur deine Glykogenspeicher leer sind.
3. Du hast den psychischen Faktor voll geschluckt und fühlst dich „verunreinigt“ – warum auch immer.

Konzentriere dich lieber auf eine langfristig ausgewogene und gesunde Ernährung.

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