Forme dein Faszientraining

Wundermittel oder simple Massage?

Was sind Faszien?

Was ist das größte Sinnesorgan des menschlichen Körpers? Richtig, die Faszien! Im Alltag hat sich bei den meisten der Begriff „Bindegewebe“ durchgesetzt. Faszien durchziehen den gesamten Körpern. Sie werden aus einem vielschichtigen Netzwerk aus kollagenen Fasern, Fibroblasten und vielen weiteren Zellen gebildet. Dem Bindegewebe wurde lang Zeit keine große Bedeutung zugeschrieben. Besonders im Bereich des Gesundheitssport war der Begriff eher selten zu hören. Es wurde lediglich als passive Struktur angesehen, die den Körper zusammenhält. Der Stand der heutigen Wissenschaft sieht jedoch ganz anders aus.

In diesem Artikel geht es um Faszientraining. Du erfährst was sich wirklich hinter diesem Begriff verbirgt und vor allem warum das Training so wichtig für dich ist. Außerdem helfe ich dir bei der Erstellung deines eigenen „Faszien-Trainingsplans“! Dabei zeige ich dir verschiedene Hilfsmittel, die du ganz sicher zuhause hast. Klingt gut, oder?

Für die Interessierten unter euch folgt hier noch eine kurze Einleitung. Hier klären wir erst einmal, welche Funktionen Faszien für unseren Körper haben.

Welche Funktionen haben Faszien?

Faszien haben zahlreiche Funktionen. Um das ganze ein wenig zu beschränken schauen wir uns vier der Grundfunktionen an:

Die Geschmeidigkeit der Faszien wirkt sich auf die allgemeine Dehnfähigkeit aus. Zudem erzeugen sie durch Dehnspannung bei Bewegung Kräfte und leiten diese im Körper weiter.

Bei Druckausübung entsteht ein Flüssigkeitsaustausch im Gewebe. Durch dieses "Schwamm-Prinzip" werden Nährstoffe über das Bindegewebe ausgetauscht.

Faszien umhüllen Muskeln, Knochen, Organe, Sehnen und vieles mehr im Körper. Sie schützen, polstern und geben Strukturen vor. Ebenso sind sie Teil des Immunsystems.

In Faszien befindet sich die größte Anzahl an Rezeptoren und Nervenzellen, die unser Gehirn mit Sinnesempfindungen überschütten. Faszien leiten somit Reize weiter und dienen als körperweites Kommunikationssystem.

Was ist jetzt das Faszientraining?

Das in den Medien und Fitnessstudio präsentierte Faszientraining ist im Grunde genommen nichts weiter als Massage. Es ist Selbstmassage in einer neumodernen Art vermarktet. Am besten verstehst du das, wenn du bereits selbst einmal von einem Profi massiert worden bist. All das, was der Masseur sonst mit seinen Händen beziehungsweise Daumen macht. All das machst du nun selbst.

Faszien umgeben unter anderem jeden Muskel und jedes Organ in unserem Körper. Massagen wirken sich also nicht nur positiv auf die Muskeln, sondern auch auf das umliegende Gewebe aus. Momentan gibt es viel Marketing in Richtung Faszientraining – Der große Vorteil durch die Vermarktung sind die zahlreichen Hilfsmittel, die nun existieren. Faszienrollen und Lacrosse Bälle sind hier die zwei am weitesten verbreiteten Mittel. Und sie sind gar nicht mal teuer.

Faszien lassen sich durch gezielte Massagen positiv beeinflussen. Zum Beispiel ermöglicht ein Lacrosse Ball durch seine handliche und kompakte Größe eine gezielte Selbstmassage an den betroffenen Stellen. Ob oberflächige oder tief liegende Verspannungen, der Lacrosse Ball kann durch sein festes Material die Faszien optimal beanspruchen. Verklebte Faszien werden gelöst, das Gewebe regeneriert und die von ihr betroffene verspannte Muskulatur gelockert.

Unser Alltagsleben wird immer stressiger. Der größte Stressfaktor ist bei weitem unsere tägliche Angst. Welche Ängste das sind, wirst du selber am besten wissen. Freunde, Familie, Liebe, Job, Schule. Achte einen Tag lang darauf, wie oft du unbewusst deine Schultern anspannst oder deine Atmung unregelmäßiger wird. Du wirst staunen auf was für eine Zahl du kommst.

 

Ein weiterer Nachteil unserer Evolution: Wir machen es uns immer bequemer. Wir sitzen immer öfter, verbringen mehr Zeit am Schreibtisch. All das fördert die Verspannungen der Muskulatur und macht das Gewebe unbeweglicher. Umso wichtiger ist es, dem etwas entgegenzusetzen und unser Gewebe sowie unsere Muskulatur zu entspannen. Hier erhälst du per Affiliate-Link eine Faszienrolle mit Anleitung und allem drum und dran:

Wie „funktioniert“ Entspannung? Entspannung im Gewebe erreicht man durch mindestens zwei Faktoren: Druck und Bewegung. Der dritte zusätzliche Faktor ist Wärme. Schauen wir uns professionelle Massagen an. Hier werden alle Voraussetzungen erfüllt. Druck und Bewegung durch die Hände. Wärme durch bestimmte Öle. Der Effekt? Verbesserte Beweglichkeit und verbesserte Nährstoffversorgung. Die Körperpartie entspannt sich.

Faszientraining Erfolge

  • Fehlbelastungen regulieren
  • Haltungsschäden entgegenwirken
  • Gezielte Regenerierung von Muskeln
  • stark gesteigerte Durchblutung
  • Beweglichkeit der Muskulatur steigern
  • Leistungsvermögen der Muskulatur steigern
  • Verspannungen lösen
  • Anregung des Stoffwechsels
  • ideal zum Aufwärmen und zur Entspannung
  • für jedes Alter und jede Zielgruppe
  • schnelle spürbare Erfolge
  • Verletzungsanfälligkeit senken
  • Belastungsfähigkeit steigern
  • besser funktionieren Kraftentwicklung und -übertragung bei Gelenkbewegungen

Welche Übungen sind gut für mich?

Ich könnte dir hier jetzt tausende Videos zeigen. Alle zu unterschiedlichen Problemen und für unterschiedliche Ziele. Aber wofür?
Es gibt nur ein paar wenige Prinzipien die du verstanden haben musst.

1. Es gibt viele Hilfsmittel für das Faszientraining. Die bekanntesten sind die Foam Roll (Blackroll) und der Lacrosse Ball. Die Vorteile der beiden erklärt euch Tamay sehr gut in diesem Video:

2. Mit einem Lacrosse Ball kann man alle möglichen Bewegungen durchführen. Ob große oder kleine Kreisbewegungen, ob nach links und recht, ob hoch und runter oder auch im Wechsel Druck ausüben und entspannen. Probier alles aus!

3. Eine Problemzone hat auch immer ihre Nachbarn. Das ist ganz leicht erklärt: Nehmen wir mal an du hast ein Problem mit deiner Schulter. Welche Stelle solltest du dann logischerweise massieren? Richtig, an deiner Schulter! Massiere immer die Stellen, die wehtun. Aber auch an allen benachbarten Strukturen. Hast du also Schmerzen auf der Mitte der Schulter massierst du seitlich, hinten, vorne und auf der Schulter drauf. Die Brustmuskulatur, den Nacken und ein wenig die Brustwirbelsäule. So einfach ist das Ganze.

Beispiele bei Rückenprobleme

Beispiele bei Schulterproblemen

Beispiele bei Knieproblemen

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