Atmung kontrolliert dich!

3 Minuten Lesezeit

Selber testen – Atmung und das vegetative Nervensystem.
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Hallöchen. Lass mich dir beweisen, dass du über deine Atmung Zugriff auf Herzfrequenz, Nervenreizung und gewisse Hirnareale hast. Es ist auch total simpel: Atme einige Male tief ein und aus. Dann fängst du an für zehn Sekunden so schnell wie möglich auf der Stelle zu joggen. So.. und dabei atmest du jetzt genauso ruhig und tief weiter wie bisher. Fällt dir was auf?

Wie hat dein Körper dabei und danach reagiert? Konntest du noch genauso tief einatmen wie zuvor? Du wirst merken: Dein Puls hat sich erhöht und deine Atemfrequenz ist gestiegen. Wir schlussfolgern also: Anstrengung bzw. Stress für den Organismus sorgt für eine verschnellerte Atmung (auch logisch, da der Körper mehr Sauerstoff benötigt).

Doch was, wenn wir das umdrehen? Stell dich mal komplett ruhig in eine bequeme Position. Jetzt atmest du so oberflächlich und vor allem schnell wie du nur kannst. Na, wie fühlst du dich? Merkst du den Stress? Halten wir also erneut fest: Stress führt zu schneller und oberflächlicher Atmung. Schnelle und oberflächliche Atmung führt zu Stress.

Drehen wir das Ganze einmal um, können wir ebenso schlussfolgern, dass ruhige und tiefe Atmung Stress reduziert. Denn wenn du dich mach einer kurzen Belastung wie dem Joggen auf tiefe und ruhige Atmung konzentrierst, wirst du deutlich schneller deinen Zustand wieder ausgleichen. Durch die Atmung bist in der Lage dein Nervensystem und bestimmte Hirnareale aktiv zu beeinflussen. Bereiche, die bisher als autonom eingeschätzt wurden. Ich bin wahnsinnig gespannt darauf, wie sich die Trainingswissenschaft die nächste Jahre in diese Richtung entwickelt.

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